Die Ziegen

Im Jahr 2012 übernahmen wir die rund 40 Milchziegen vom Ziegenhof Dollerupholz. Inzwischen ist die Herde durch die nächsten Generationen ersetzt, das Konzept unserer Vorgänger jedoch, verschiedene Milchrassen zu kreuzen, um möglichst robuste und gesunde Tiere zu bekommen, behielten wir bei.

 

Unser Anspruch ist, konsequent den Weg zum fertigen Käse auf höchstem Niveau umzusetzen, um am Ende einen außergewöhnlichen Rohmilchkäse zu erhalten. In der Praxis bedeutet dieses, dass wir alle Bereiche nur soweit intensiviert haben, dass dieser Anspruch vom Haltungskonzept über Fütterung der Ziegen, der Rohmilchqualität bis hin zur Verarbeitung und Reifung des Käses erfüllt werden kann.

 

Der Stall

 

Seit Anfang 2018 leben die Ziegen in ihrem neuen Stall. Der ehemalige Schweinemast-Stall wurde entkernt und für die artgerechte Ziegenhaltung umgebaut. Er gliedert sich in eine große, mit Stroh eingestreute Lauf- und Liegefläche, vielen Kletter- und Liegepodesten an den Wänden, einer Standfläche vor dem Futtertisch, und einem großen Laufhof im Freien, der Tag und Nacht zugänglich ist. Ein Stall mit verschiedenen Ebenen wird dem Kletterbedürfnis der Ziegen gerecht, viel Licht und Luft tragen zu einer guten Gesundheit bei. Die Ziegen haben freien Zugang zu Wasser und Raufutter.

 

Das Futter

 

Ziegen stehen als genügsame Wiederkäuer in keiner Nahrungskonkurrenz zum Menschen. Bei uns werden die Ziegen von den Flächen ernährt, auf denen in der Acker-Fruchtfolge für den Bodenaufbau und die Beikrautregulierung ohnehin Gräser, Klee- und Kräuterarten angebaut werden. Zu den Weideflächen haben die Ziegen ganzjährig, außer bei extremen Weideverhältnissen, tagsüber freien  Zugang.

Im Stall bekommen die Ziegen während der Melksaison zusätzlich Heu für eine einwandfreie Rohmilch-Qualität gefüttert, im Winter energiereiche Heulage aus Gras, Klee und Kräuter.

 

 

Um aus den Futterpflanzen des Sommers ein Heu zu gewinnen, was seinen Namen verdient, kommt man in Schleswig-Holstein aufgrund der ständig hohen Luftfeuchtigkeit kaum um eine Unterstützung des Trocknungsvorganges herum. Deshalb trocknen wir unsere Heuballen nach der Ernte bis zur Lagerfähigkeit mit der überschüssigen Abwärme einer Biogasanlage nach, welches im Vergleich zu anderen Verfahren extrem energiesparend ist. Dieses Verfahren bedarf etwas Erfahrung, liefert den  Ziegen aber bestes Heu.

 

Zusätzlich zum Raufutter bekommen die Ziegen  täglich noch eine geringe Menge Schrot aus eigenem Futtergetreide, Bohnen und Futtererbsen, da Ziegen einen abwechslungsreichen Speiseplan lieben, und die Samen eine wichtige Energie-, Eiweiß- und Mineralstoffquelle sind.